Die Fasnacht 2026 ist passé, und wir blicken auf eine wunderbare Zeit zurück. Dies war bereits meine zweite Fasnacht als Ober der Sans Gêne Zunft Zuchwil und es war mir erneut ein Fest.
Früh am Morgen des Schmutzigen Donnerstags fiel der Startschuss zur Fasnacht mit der traditionellen Chesslete in Solothurn. Anschliessend ging es zurück nach Zuchwil, wo wir uns mit einer wärmenden Mehlsuppe im Restaurant Kastanienbaum stärkten. An dieser Stelle ein riesiges Merci an Joli Egger, die über viele Jahre einen grossen Beitrag zur Zuchwiler Dorffasnacht geleistet hat.
Nach dem Apéro bei der Regiobank ging es um 9.31 Uhr weiter mit der Kindergarten-Chesslete. Trotz Sportferien und Dauerregen kam eine schöne Gruppe Chesslerinnen und Chessler zusammen, um das schlechte Wetter zu vertreiben. Anschliessend fand die Schlüsselübergabe durch unseren «Stapi» Patrick Marti statt.
Der Ober der Provinznarren, Dänu Müller, nahm diesen mit Freude entgegen. Am Samstagnachmittag ging es mit dem Kindermaskenball im Pisonischulhaus weiter. Die Sans Gêne Zunftmusig organisierte ein wunderbares Fest für Klein und Gross – Konfettischlacht inklusive. Am Abend wurde dann die Dorffasnacht in den Zuchler Beizen gefeiert.
Die Schnitzelbankgruppen der Sans Gêne, d’Pirate und d’Senne vo Zuchu sorgten mit ihren Bänken für beste Unterhaltung. Auch die Schnitzelbankgruppe der Provinznarren, die Schnuderbuebe, war dieses Jahr trotz angekündigtem Rücktritt mit neuen Bänken wieder am Start. Natürlich durften auch die Guggenmusiken nicht fehlen – allen voran unsere Zunftmusig, die das Publikum mit ihren neuen Arrangements zu begeistern wusste. Ein Highlight war dabei beispielsweise der ESC-Hit «Espresso Macchiato».
Der Sonntag und Dienstag standen wiederum ganz im Zeichen der grossen Fasnachtsumzüge in Solothurn. Nach monatelanger Arbeit in der Wagenbauhalle ist es jedes Jahr aufs Neue ein besonderes Erlebnis, unseren Fasnachtswagen endlich den begeisterten Zuschauenden präsentieren zu können. Unter dem Motto «Mir z Zuchu hei jetz ou e Stapi, das verzöue mir jetz jedem Lapi» fuhr die Sans Gêne mit etwas mehr als 50 Teilnehmenden durch die Barockstadt. Mit unserem Motto haben wir unsere Gemeinde und den neu erworbenen Stadtstatus gefeiert – natürlich auch mit einem Augenzwinkern. Am Sonntag war sogar unser «Stapi» Patrick Marti bei uns auf dem Wagen anzutreffen.
Am Mittwoch endete eine weitere erfolgreiche Fasnacht mit dem Böögverbrennen auf der Pisoniwiese, und die Laterne im Kreisel wurde gelöscht. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die diese Fasnacht zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Die Begeisterung, das Engagement und die vielen Stunden Arbeit jedes Einzelnen – ob beim Wagenbau, bei der Organisation, beim Musizieren oder hinter den Kulissen – haben diese Fasnacht möglich gemacht.
Es war mir eine Ehre, diese Fasnacht mit euch zu erleben, und ich freue mich bereits jetzt auf das nächste Jahr.
Damian Kofmel, Ober der Sans Gêne Zunft Zuchwil
Hat dich das Fasnachtsfieber gepackt und hast du Lust, bei der nächsten Fasnacht auch dabei zu sein? Melde dich unter ober@sgzzuchwil.ch.
weitere Bilder: Fasnacht 2026
Schnitzelbänke
D PIRATE
Dr Weienet isch gwählt worde zum Vize ohni z’froge
Er seit: I ha kei Bock do druf – dr Pädu duet mi ploge
Si schribe Leserbriefe als wärs – e Fustkampf im ne Ring
Mir findes eifach nume pinlich und fasch wie bi de Ching
Dr Kreisel vorem Martinshof dä muess me jetz saniere
Sicherheit sig nüme gä das meine Ingenieure
Üse Kanton het befohle – und d’Gmeind die muess mit zahle
Und mir Duble mit em Auto chöi Stunde umefahre
Am Endi hebe mir üses Glas uf e Pädu sini Wahl
Wägem Vescovi und Kritik ischs e chlini Qual
Zuchu blibt der SP treu und wählt ihn mit Bravour
Dr Pädu brucht de nach dr Wahl e riese Beizetour
S’Joly seit zu üs Pirate – weit dir mit mir wette
Das i nöchst Johr nümm due beize es isch nüt meh z’rette
Mir verlüre gärn die Wett und hoffe eifach fest
Das mir ou nöchscht Johr no – gärn gseh si aus Gescht
SCHNUDERBUEBE
Hüslichi Gwaut isch ou z’Zuchu es Problem.
und ganz vili Männer liide drunger extrem.
Bsunger im Novämber , es isch ganz verreckt,
wüu dr Blueme-Automat bim Anita isch defekt.
Gsichter & Gschichte het s’SRF gstriche
und mir chöi gestoh, mir düe‘s scho chli vermisse.
Mir hei se no möge, die feini fründlichi Art.
Nei nid die vom Joel, die vom Jenny Bosshard.
Und so isch vo Solothurn, beim Schwizer Färnseh
nume no d’Sandra Borner dörte z’gseh.
Der nöchschti chli Promi wirsch für 11 Johr und meh
aber weder im Färnseh no duss nöime g’seh.
Der Trump möcht jo gärn, us strategischem Grund,
dass är eifach mou so, Grönland beschund.
s’Isch nume e Vorschlag. Chasch drüber nochedänke.
Wenn du möchtisch, de würde mir dir Gränche schänke.
D’SENNE VO ZUCHU
Was isch de au mit dir passiert, dir fähle jo zwe Zäng,
ig ha äs Fränkler Brötli kouft, ha gemeint das heig ig gärn,
am Obe aber wott ig dr Räschte ässe,
s’isch pickuhert, do ischs pasiert, jetzt fähle Zäng ir Frässe
D’Frau Amherd het mit em letschte Streich nöii Flüger dörfe poschte.
äs richtigs Schnäppli sigi das, die düe ou nid viu choschte,
ungerdesse aber leisch für die, bis 2 Miliarde druf,
verarsche chei mir üs doch säuber, das isch scho fasch Betrug.
Bedänklich isch d’Kriminalität wo herscht bi üs ir Stadt,
d’Bevölkerig vo Solothurn, die hei das langsam satt,
jetz chönnt me doch dr Donald Trump, eifach mou a kicke,
und ne froge öb är nid d’Nationalgarde chönnti schicke.
Bir SRG do muess me spahre drum düe si nüm aus sände
mir froge üs mit guetem Rächt wo söu de das no ände,
überall wird kürzt und gstriche ir Ungerhaltig und bim Tschutte,
chasch sicher si wenn d’Nati spüut, zeige die nur föif Minute.