Am 25. April, lud die Blasmusik Zuchwil (BMZ) zum traditionellen Frühlingskonzert in die Pisoni Turnhalle ein. Zahlreiche Besucher*innen erlebten ein abwechslungsreiches Konzertprogramm.
Nach der Begrüssung durch Präsident Matthias Weber führte Martina Eggimann Kräuchi mit Charme und Hintergrundwissen durch den Abend.
Unter der musikalischen Leitung von Hans-Peter Däppen zeigte sich die BMZ in bestechender Form und überzeugte mit Präzision, Dynamik und Ausdruck. Das Programm bot eine gelungene Mischung aus facettenreicher Blasmusik und bekannten Melodien. Den Auftakt machte «Shackelford Banks» von Jay Bocook.
Ein besonderer Fokus des Abends lag auf der Vorbereitung für das Eidgenössische Musikfest in Biel, das am 16. Mai stattfand. Dort trat die Blasmusik Zuchwil in der Kategorie Konzertmusik, 4. Klasse Harmonie, an. Mit den beiden Werken «Palindrom» (Aufgabenstück) des Schweizer Komponisten Mario Bürki und «Swiss Mountain Village» (Selbstwahlstück) – ebenfalls aus Bürkis Feder – präsentierte die BMZ bereits am Frühlingskonzert ihre Wettbewerbsstücke.
Die Blasmusik bewies, dass sie für den Auftritt bestens gerüstet war. Insbesondere das Selbstwahlstück war ein stimmungsvoller Höhepunkt des Abends, der die Klangbilder der Schweizer Bergwelt eindrücklich widerspiegelte. Einen separaten Bericht über den Auftritt der BMZ am Eidgenössischen Musikfest finden Sie im Artikel unten.
Auch im zweiten Konzertteil wusste die Formation zu begeistern: Mit «Going Home» aus «The Local Hero» von Mark Knopfler zeigte die BMZ ihre lyrische Seite, während «Conquest of Paradise» von Vangelis für epische Klangfülle sorgte. Schwungvoll und publikumsnah präsentierten sich zudem die beiden Medleys «Abba Gold» sowie «Beach Boys Golden Hits», die für beste Unterhaltung, viele bekannte Melodien und Mitklatschen des gesamten Saals sorgten. Mit «Smoke On The Water» von Deep Purple überraschte die BMZ mit einer rockigen Zugabe und brachte den Saal nochmals zum Beben.
Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus für einen rundum gelungenen Konzertabend. Die Blasmusik Zuchwil durfte mit grossem Selbstvertrauen auf den bevorstehenden Wettbewerb in Biel blicken.
Mirjam Feder
Zweimal Biel – in verschiedenen Funktionen
Während der Vorbereitungszeit kam im Vorstand die Idee auf, an einem Tag des Eidgenössischen Musikfests EMF als freiwilliges Helferteam teilzunehmen. So machten sich zehn Mitglieder der Blasmusik am 14. Mai nach Biel auf. Zwei von ihnen waren an einem Kiosk für die Getränkeausgabe eingeteilt, die anderen für das Wohl der Musikant*innen verantwortlich. Das heisst, acht Mitglieder fanden sich bei der Essensausgabe ein und wurden an verschiedene Fass-Stationen eingeteilt.
Militärisch, aber mit viel Humor wurden wir auf unsere Aufgabe vorbereitet. Wir haben die gute Planung für 4000 Essen, welche wir geschöpft haben, bewundert. Alles in Allem haben uns die Einsätze Freude gemacht, so sind wir müde, aber zufrieden nach Hause gereist.
Am 16. Mai reisten wir als ganze Musikformation mit dem Car nach Biel. Im Parkhaus, für einmal ohne Autos, konnten wir unsere Instrumente deponieren. Danach nutzten wir unsere freie Zeit, genossen das Fest und fuhren an unseren späteren Spielort, um die Konkurrenz zu hören.
Nach dem Mittagessen hatten wir noch einmal freie Zeit, uns andere Stärkeklassen oder die Parademusik anzuhören und anzusehen. Es ist immer wieder eindrücklich, die vielen bunten Uniformen zu sehen, Musikstücke zu hören und mit anderen Musikant*innen ins Gespräch zu kommen. Ja, Musik verbindet.
Bald war die Zeit da, und es galt ernst. Unser Dirigent Hanspeter Däppen hatte mit uns zusammen viel Zeit investiert. Wir gaben unser Bestes und trugen vor den Experten und dem Publikum eine solide Leistung vor.
Nach dem Vortrag konnten wir unbeschwert die Atmosphäre in den Strassen und auf den Plätzen von Biel geniessen. Musikalische Klänge und ein abwechslungsreiches Essensangebot begleiteten uns. Für uns war es ein tolles Fest mit vielen schönen Eindrücken. W ir danken der Stadt Biel und den Organisatoren für ein wunderschönes Musikfest mit über 22 000 Musikant*innen. Die Teilnahme hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Judith Kohler