Mit der Installation von Hochbeeten und der Teilnahme am Pilotprojekt «Gärten für Kinder 2.0» im Rahmen des Programms SO!naturnah unterstützt das Schulhaus Pisoni die Bestrebungen der Energiestadt und Kinderfreundlichen Gemeinde Zuchwil für mehr naturnahe und kinderfreundliche Gemeindeflächen.
Seit Zuchwil das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» trägt, werden am Schulhaus Pisoni bauliche Massnahmen unter Mitwirkung der Schüler*innen umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel zwei neue Holztische mit Sitzbänken. Diese kommen bei den Schüler*innen sehr gut an und werden oft genutzt, auch weil sie im Schatten stehen. Zu den nächsten Massnahmen gehören neue Ping-Pong-Tische: «Die jetzigen Ping-Pong-Tische sind schon sehr alt und eignen sich nicht mehr gut zum Spielen. Deshalb haben wir neue Ping-Pong-Tische bestellt. Um die alten Tische wieder brauchbar zu machen, werden Platten über die alten Tische geklebt», so Juliette Vogel, Energiestadtkoordinatorin von Zuchwil.
Vier neue Hochbeete
Seit dem Sommer 2025 zieren vier neue Hochbeete den Hof hinter dem Schulhaus. Zusammen mit den zwei bestehenden Hochbeeten bieten sie den Lehrpersonen die Möglichkeit, Gemüse wie Kartoffeln und Tomaten anzupflanzen und gemeinsam mit ihren Schulklassen zu jäten, ernten und viel Nützliches über die Pflanzen zu lernen. «Viele Schüler*innen wissen gar nicht mehr, woher eine Kartoffel kommt», meinte Guido Mosimann, Hauswart des Schulgeländes, «Für sie ist es sehr interessant zu sehen, wie sie wächst.»
Ökologische Aufwertung
Auch für die Biodiversitätsförderung auf dem Schulgelände werden Massnahmen umgesetzt. Guido Mosimann ist es schon lange ein grosses Anliegen, den Hof hinter dem Schulhaus ökologisch aufzuwerten. So hat er im Oktober 2025 eine Blumenmischung aussäen lassen und hofft, dass die Blumen nächstes Jahr viele Insekten anlocken. Diese wiederum dienen den Eidechsen, welche den Steinhügel neben der Blumenwiese bewohnen, als wichtige Nahrungsquelle. Auch am Borretsch tummeln sich jedes Jahr viele Insekten, was Mosimann sehr freut: «Ich lasse ihn über den Winter stehen. Vielleicht lockt es noch ein paar Insekten an oder Vögel können ihn benutzen.» Für die ökologische Aufwertung des Hofes hat er noch viele weitere Ideen und freut sich, mit der Energiestadt und Kinderfreundlichen Gemeinde Zuchwil Partner zu haben, die ihm für seine Anliegen Gehör schenken.
«Gärten für Kinder»
Nebst den Hochbeeten engagiert sich das Schulhaus Pisoni mit dem Pilotprojekt «Gärten für Kinder 2.0» für ein artenreiches und kinderfreundliches Schulareal. Dieses Projekt überschneidet sich mit dem kantonalen
Förderprogramm SO!naturnah. Durch die naturnahe Aufwertung und Pflege öffentlicher Flächen fördert das Amt für Raumplanung Solothurn die Biodiversität im Siedlungsraum. Gemeinden erfassen dabei ihre Grünflächen, bewerten das ökologische Potenzial und setzen Massnahmen wie Blumenwiesen, Hecken oder Dachbegrünungen um. Ziel des Programms ist es, Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung zu erhöhen.
Nach einer Kickoff-Veranstaltung mit dem Projektteam der Pädagogischen Hochschule FHNW und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW begingen die Lehrpersonen mit den Schulklassen im September das Schulareal und hielten fest, wo sich die Schüler*innen wohl oder unwohl fühlten, welche Aktivitäten sie auf dem Areal gut, weniger gut oder gar nicht ausüben konnten und wo auf dem Areal welche Pflanzen und Tiere vorkamen. «Ich bin sehr gespannt, wie die Resultate der Begehung ausfallen», so Guido Mosimann.
Auch die Lehrpersonen werden befragt, sodass ihre Ansichten in die Auswertung miteinfliessen, denn das Schulareal soll nicht nur mit Spiel-, sondern auch mit Lernorten aufgewertet werden. In Zusammenarbeit mit Gärtner*innen von Bioterra wird die Gemeinde anschliessend ein Konzept mit geeigneten Massnahmen zur Förderung der Kinderfreundlichkeit und Artenvielfalt rund um das Schulhaus Pisoni erstellen.
Noelia Trachsel